Fersenband nur im passenden System einsetzen
Fersenerder sind besonders für mobile oder temporäre Anwendungen interessant, wenn der Boden als Personenerdungspfad vorgesehen ist. Ihre Funktion hängt jedoch vom tatsächlichen Kontakt und der realen Schuh-/Boden-Kombination ab.
| Frage | Warum relevant | Folge |
|---|---|---|
| Ist der Boden Teil der Personenerdung? | ohne geeigneten Boden fehlt der Ableitpfad | Bodenstatus zuerst klären |
| Wie wird Körperkontakt hergestellt? | Kontaktstreifen und Trageweise beeinflussen den Pfad | Herstelleranweisung und Systemtest beachten |
| Welche Schuhe werden getragen? | Geometrie und Material beeinflussen Sitz und Kontakt | reale Kombination qualifizieren |
| Wie mobil ist die Tätigkeit? | Fersenband wirkt über Bodenkontakt beim Stehen/Gehen | Einsatzbereich definieren |
| Wie wird vor Nutzung geprüft? | falsches Anlegen und Verschleiß müssen erkannt werden | Personentester-/Prüfprozess festlegen |
Trageweise reproduzierbar machen
Die Anwendung wird so beschrieben, dass jeder Nutzer denselben freigegebenen Aufbau herstellt. Körperkontakt, Befestigung, Lage der Kontaktfläche und Zustand des Fersenerders werden vor Nutzung geprüft.
- Freigegebenes Fersenband und vorgesehenen Schuh bestimmen.
- Kontaktstreifen gemäß Herstelleranweisung mit definiertem Körperkontakt anlegen.
- Fersenband mechanisch sicher am Schuh positionieren.
- Kontaktfläche zum Boden und sichtbaren Zustand prüfen.
- Getragenes System mit dem vorgesehenen Personentest kontrollieren.
- Nicht bestandene oder beschädigte Systeme nicht durch improvisierte Trageweisen kompensieren.
Ein oder zwei Fersenerder nicht pauschal entscheiden
Ob ein- oder beidseitige Erdungselemente eingesetzt werden, folgt dem qualifizierten betrieblichen System, der Tätigkeit und der tatsächlichen Kontaktwahrscheinlichkeit. Eine allgemeine Webregel ersetzt diese Freigabe nicht.
Praxisfall: Besucher in einer EPA
Für kurzzeitig mobile Besucher werden Fersenerder als temporäre Personenerdung erwogen. Vor Freigabe werden Schuhkompatibilität, Boden, korrekte Trageweise, Personentest und Ersatzprozess bei Nichtbestehen festgelegt.
Häufige Fragen zu Fersenband anwenden
Quellen und weiterführende Dokumente
- IEC 61340-4-3:2017 – FootwearInternational Electrotechnical Commission
- IEC 61340-4-5:2018 – Footwear and flooring in combination with a personInternational Electrotechnical Commission
- IEC 61340-5-1:2024 – General requirementsInternational Electrotechnical Commission
- DIN IEC/TR 61340-5-2 – BenutzerhandbuchDKE Deutsche Kommission Elektrotechnik
- Fundamentals of Electrostatic Discharge – Part 3: Basic ESD Control Procedures and MaterialsEOS/ESD Association, Inc.
Fachlich geprüft
September 2026
Verwandte Begriffe
Begriff
Fersenband
Ein ESD-Fersenband ergänzt geeignetes Schuhwerk um einen leitfähigen Kontakt vom Körper zum ESD-Boden.
Ratgeber
Personenerdung
Personenerdung verhindert, dass sich Ladung auf Mitarbeitern ansammelt und unkontrolliert in empfindliche Bauteile entlädt.
Begriff
ESD-Schuhe
ESD-Schuhe stellen gemeinsam mit einem geeigneten Bodensystem einen kontrollierten Erdungspfad für stehende und mobile Personen bereit.
Ratgeber
Person–Schuh–Boden-System
Das Person–Schuh–Boden-System bewertet die mobile Personenerdung als vollständigen Pfad unter realen Einsatzbedingungen.
Begriff
ESD-Boden
Ableitfähige Bodenbeläge führen Ladung von Personen und Transportmitteln kontrolliert zur Erde ab.
Begriff
Personentester
Ein ESD-Personentester kontrolliert den tatsächlich getragenen Erdungspfad von Handgelenkband oder Schuhwerk mit der Person.
Vorlage
Schuh-/Boden-Assistent
Tätigkeit, Boden, Personenerdung und Prüfziel einordnen und eine herstellerneutrale Systemroute mit offenen Prüfpunkten ableiten.
Ratgeber
ESD-Schuhe auswählen
ESD-Schuhe nach Tätigkeit, Boden, Tragezustand, Arbeitsschutz und späterer Systemprüfung auswählen – nicht allein nach Produktbezeichnung.