ESD-Lexikon

Themenwelt Personenerdung

ESD-Personentester

Ein ESD-Personentester prüft, ob der Erdungspfad einer Person im vorgesehenen Messbereich liegt. Je nach Gerät können Handgelenkband, linker und rechter Schuh beziehungsweise Fersenerder getrennt kontrolliert und Ergebnisse dokumentiert werden.

Auch bekannt als: ESD-Tester, Schuh- und Handgelenkbandtester, Personnel Grounding Tester

Was der Personentest erfasst

Gemessen wird der getragene Pfad aus Person und Erdungsausrüstung. Dadurch werden nicht nur Produkteigenschaften, sondern auch Anlegefehler, fehlender Hautkontakt, Verschmutzung oder Defekte sichtbar.

Was der Test nicht nachweist

Ein bestandener Eingangstest bestätigt nicht automatisch die Wirksamkeit des gesamten Arbeitsplatzes oder Bodens. Er ist ein einzelnes Kontrollelement innerhalb des ESD-Kontrollprogramms.

Prüfung und Dokumentation organisieren

Prüfzeitpunkt, Akzeptanzbereich, Reaktion auf Fehler und Aufzeichnung werden betrieblich festgelegt. Auch das Prüfgerät selbst muss für seinen Zweck geeignet, kontrolliert und instand gehalten werden.

Personentest als Prozess
ProzessschrittZu klären
vor dem Testwer muss welches Erdungssystem prüfen?
Testwelche Kanäle und welche getragene Ausrüstung?
NichtbestehenWiederholung, Ersatz, Sperre oder Ursachenprüfung?
Dokumentationwelche Daten werden benötigt und wer wertet sie aus?
Prüfmittelwie wird der Tester selbst überwacht und verifiziert?

Praxisfall: Eingangstester mit Zutrittsfreigabe

Der Tester steuert einen EPA-Zugang. Deshalb werden nicht nur Messkanäle, sondern auch Nutzeridentifikation, Reaktion auf Fehlversuche, Ersatzprozess bei Ausfall und die Prüfmittelüberwachung Teil der Spezifikation.

Praxisvertiefung

Personentester als kontrollierten Prozess betreiben

Ein Tester ist kein bloßes Zugangsdrehkreuz. Er muss zur freigegebenen Personenerdung passen, verständliche Ergebnisse liefern und bei Fehlern eine wirksame Reaktion auslösen.

Prüfablauf eindeutig gestalten

Nutzer müssen wissen, welches System geprüft wird, wie Kontaktflächen verwendet werden und was bei einer negativen Anzeige geschieht. Wiederholtes Testen bis zu einem positiven Zufallsergebnis ist keine Ursachenklärung.

  • Nutzer, Schuh- oder Bandmethode korrekt auswählen
  • Prüfung vor dem relevanten Prozesszeitpunkt verlangen
  • Fehlerstatus und Ansprechpartner anzeigen
  • Umgehung und manuelle Freigaben verhindern

Tester selbst überwachen

Grenzeinstellung, Kontaktplatten, Verkabelung, Funktionsstatus und gegebenenfalls Nutzerverwaltung werden gelenkt. Ein Referenz- oder Funktionstest ersetzt nicht automatisch die vorgeschriebene Kalibrierung oder Verifikation.

  • Geräte-ID und freigegebene Einstellungen sichern
  • Reinigung und Sichtprüfung planen
  • Funktionsprüfung mit geeignetem Referenzmittel durchführen
  • Kalibrier-, Reparatur- und Ausfallstatus dokumentieren

Häufige Fragen zu Personentester

Quellen und weiterführende Dokumente

Fachlich geprüft

September 2026

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